UMWELTminister?

Darf sich der amtierende CDU-Umweltminister Röttgen eigentlich tatsächlich noch als solcher bezeichnen? Nachdem er ja schon fragwürdigerweise die Führungsrolle beim Ausstieg aus dem Atomausstieg einnahm und die Atomkraft als „Brückentechnologie“, spricht er sich nun offen für neue Kohlekraftwerke in Deutschland aus.

„Bis wir das Zeitalter der regenerativen Energien mit einer nahezu vollständigen Versorgung erreicht haben, braucht es auch noch Übergangstechnologien“, sagte Röttgen. Dass Kohlekraftwerke aber mit einer vorraussichtlichen Laufzeit von 40 oder sogar 50 jahren gebaut werden, scheint für den CDU-Politiker keine Rolle zu spielen. Während sich die BRD in Kopenhagen zu einer Reduktion der CO2-Emissionen um bis zu 40% verpflichten will, plant Röttgen schon den perfekten Gegenspieler für alle Klimafreunde.

Durch die neuen Kohlekraftwerke wird eine emissionsärmere oder neutrale Wirtschaft auch in den nächsten Jahrzehnten kaum zu erreichen sein. Dass der Klimawandel dann aber schon nicht mehr aufzuhalten wird, scheint zumindest Herrn Röttgen vollkommen egal zu sein.