Kopenhagen fällt und feiert sich

Jetzt scheint es also amtlich: Ein völkerrechtlich bindendes Klimaabkommen wird es in Kopenhagen nicht geben. Nachdem sich die Chefs der 30 führenden Nationen auf eine gemeinsame politische Erklärung geeinigt haben, steht nun fest, dass die Klimakonferenz von Kopenhagen kein Erfolg werden wird.

Und das hat Folgen. Nicht umsonst wurde die Konferenz schon vor Beginn als historisch, entscheidend, ja sogar als einzigartig maßgebend bezeichnet. Jetzt, da ihr Misserfolg besiegelt ist, scheint auch das Schicksal des Planeten ein für alle Mal festzustehen.

Wirksame Vereinbarungen, Sanktionmöglichkeiten, eine eindeutige Verständigung auf ein wichtiges Ziel – all das versuchen Spitzenpolitiker der Führungsstaaten zwar in der politischen Absichtserklärung zu erkennen, doch mehr als eben nur die Absicht wird am Ende der Konferenz nicht schriftlich festgehalten werden können.

Eins ist jedenfalls klar: Bleibt es bei diesem Ergebnis, ist die Klimakonferenz gescheitert. Doch etwas anderes war kaum zu erwarten.

Nachtrag: Die politische Abschlusserklärung wurde vom Plenum der Konferenz „zur Kenntnis genommen“. Der Gipfel hat versagt.